5 Tipps für umweltfreundliches Drucken

umweltfreundliches druckenJeder kennt die Situation. Auf dem Bildschirm erscheint die Schaltfläche „Drucken“ und man muss sich entscheiden, ob man darauf klickt oder nicht. Wird wirklich ein Ausdruck des Dokuments benötigt? Auch wenn die Antwort „Ja“ lautet, fühlen wir uns schuldig. Ist die Verwendung von Papier nicht schlecht für die Umwelt?

In diesem Beitrag zeigen wir einige Schritte, die dabei helfen können, das schlechte Gewissen zu vermeiden und gleichzeitig umweltbewusst zu sein. Diese Tipps für umweltfreundliches Drucken helfen dabei, die Natur zu schonen und gleichzeitig Druckkosten zu sparen.

Tipp #1: Verwendung eines effizienten Druckers

Drucker mit dem ENERGY STAR® Label erfüllen strenge Anforderungen an die Energieeffizienz. So schalten viele Modelle nach kurzer Zeit in den Schlafmodus, indem weniger Energie verbraucht wird. Vor dem Kauf eines Druckers sollte man auf jeden Fall auch die Angaben zu den Druckkosten pro Seite beachten. So lässt sich feststellen, welches Modell besonders sparsam mit Tinte und Toner umgeht. Das spart Geld und reduziert zugleich die Umweltbelastung durch Verbrauchsmaterial.

Für den Gebrauch durch mehrere Personen im Haushalt oder Büro ist es effizienter, einen Drucker zu teilen, anstatt einzelne Drucker zu betreiben. Die Druckerköpfe werden dadurch häufiger verwendet und zugleich sinkt das Risiko, dass Tintenpatronen austrocknen.

Empfehlenswert sind Drucker mit individuellen Patronen für jede Farbe. Wenn eine Farbe häufiger verwendet wird, muss nur diese ersetzt werden und nicht die noch vorhandene Tinte oder Toner der anderen Farben.

Tipp #2: Optimale Druckereinstellungen

Die Wahl der richtigen Schriftart und des richtigen Druckmodus kann ebenfalls den Tinten- und Tonerverbrauch erheblich reduzieren. Gute Schriftarten für umweltbewusstes Drucken sind Calibri und Cambria. Diese Schriftarten haben dünnere Zeichen, die beim Drucken weniger Tinte oder Toner benötigen.

Für hausinterne Dokumente können die Druckereinstellungen auf „Entwurf“ gesetzt werden. Die Dokumente sind noch immer gut lesbar, benötigen für den Druck jedoch weniger Tinte oder Toner. Höherwertige Druckoptionen sollten für Dokumente, die an Dritte gegeben werden, reserviert sein.

Wird kein farbiger Ausdruck benötigt, so kann man in den Druckeinstellungen „nur schwarz“ auswählen. Dies spart farbige Tinte und Toner.

Auch beim Papierverbrauch kann man umweltbewusst Drucken. Dazu wird „doppelseitig“ als Standardeinstellung gewählt und keine Seiten gedruckt, die nicht benötigt werden. Die Druckvorschau hilft vor dem Drucken, die gewünschten und benötigten Seiten auszuwählen. Für Dokumente, die nicht das Haus verlassen, kann auch die Verkleinerung auf 80 oder 90 % helfen, Papier und Tinte oder Toner beim Drucken zu sparen. Oftmals sind es nur wenige Zeilen, die einen Seitenumbruch bewirken.

Tipp #3: Umweltfreundliches Papier kaufen

Das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) auf der Verpackung erhalten nur Papiere, die aus umweltbewusster Produktion kommen. Ein Papier mit hohem Recyclinganteil oder aus nachhaltigerem Material, wie zum Beispiel Papier auf Zuckerrohrbasis, ist umweltbewusst.

FSC untersucht die forstwirtschaftlichen Praktiken eines Unternehmens. Damit wird sichergestellt, dass Boden und Wasser, Ökosysteme für Wildtiere und die Menschen, die den Wald zu ihrem Zuhause machen, geschützt sind.

Tipp #4: Wiederverwenden und recyceln

Wenn die Tinte oder der Toner ausgeht, können die Patronen recycelt werden. Dazu kann man die leeren Patronen im Fachhandel wieder auffüllen lassen. Wer noch mehr Geld sparen möchte, kann bei vielen Modellen auch selbst mit Verbrauchsmaterialien und Nachfüllpatronen hantieren.

Auch die Wiederverwendung von gebrauchtem Druckerpapier hilft, das Drucken umweltfreundlicher zu machen. Nur einseitig bedrucktes Papier kann umgedreht und im Drucker wiederverwendet werden. Ebenso lassen sich aus einseitig bedruckten Papieren umweltfreundliche Notizzettel erstellen.

Tipp #5: PDFs als Alternative zu Ausdrucken

Das Portable Document Format, kurz PDF, ist in vielen Fällen eine Alternative zu Ausdrucken auf Papier. Anders als bei Dokumenten im Word- oder Excel-Format wird hierbei gewährleistet, dass die Darstellung am Bildschirm unabhängig vom verwendeten Computer oder Smartphone korrekt erfolgt. Zugleich können die PDF-Dokumente mit einem PDF-Reader nicht beabsichtigt oder unbeabsichtigt bearbeitet oder verändert werden.

Zur Verwendung von PDF-Dateien als Alternative zu Ausdrucken auf Papier wird keine kostenpflichtige Software benötigt. Es genügt, einen kostenlosen Treiber für Ausdrucke in Dateien zu installieren. Die Anwendung ist dabei spielend leicht. Im Druckmenü wird anstelle des Druckers der Ausdruck in Datei gewählt. Die Dateien lassen sich per E-Mail versenden und auf jedem Gerät mit PDF-Viewer lesen.

Für Unternehmen gibt es nützliche Zusatzfunktionen wie die elektronische Signatur, Kopierschutz sowie die Möglichkeit, einzelne Dokumentpassagen zu bearbeiten. Dies ist vor allem dann nützlich, wenn Formulare versendet werden sollen. Die Eingaben lassen sich am Computer bearbeiten. Das Verfahren ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch sehr effizient. Es spart Zeit und vermeidet Fehler.

Drucken oder nicht drucken? Es ist nicht immer eine einfache Wahl. Aber mit diesen Tipps zum umweltfreundlichen Drucken lässt sich sicherstellen, dass jede Entscheidung umweltbewusst und zugleich kosteneffizient ist.

Bild: Pixabay CC0 Creative Commons



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