Drei Diskussionen im Weltsalon 2017, die du nicht verpassen solltest!

Am 23. November beginnt das diesjährige Tollwood Winterfestival  – wie gewohnt mit interessanten Diskussionen und Gesprächsrunden. Dieses Jahr steht das Motto „Wir, alle“ im Vordergrund, es geht um die Verteidigung einer demokratischen, bunten und pluralistischen Gesellschaft.

Wir haben drei Veranstaltungen im Weltsalon herausgesucht, die unbedingt besucht werden sollten. Mit spannenden Gästen wie Wolfgang Thierse oder Matthias Lilienthal wird diskutiert, in was für einer Stadt wir leben möchten, wie Demokratie auch in beängstigenden Zeiten gestärkt werden kann und warum Daten „das neue Öl“ sind.


1) Podiumsdiskussion „Wir, alle“, Dienstag 28. November, Beginn 19.30 Uhr, mit Dr. h. c. Wolfgang Thierse und Prof. Dr. Andreas Zick, Eintritt frei 

Es ist an der Zeit, sich Sorgen zu machen um Deutschland und um Europa, in dem Ego- und Nationalismus böse Blüten treiben; um die Gesellschaft als für sich selbst verantwortliche Gemeinschaft, deren Zusammenhalt bröckelt, weil Ängste das Fundament angreifen. Ängste vor Terrorismus, Ängste vor dem Fremden, Ängste vor einer unsicheren Zukunft.

Während also die freiheitlichen Grundwerte und die demokratische Kultur leise erodieren und die Minderheit der Rechten laut Erfolge feiert, ist die Mehrheit, also die Mitte, noch gar nicht aufgewacht. Kann die Wohlstandsgeneration der Nachkriegszeit und des Wirtschaftswunders, der Wiedervereinigung und der großen europäischen Idee Demokratie und Freiheit, unsere pluralistische, bunte, offene und tolerante Gesellschaft verteidigen? Ja, sie kann. Aber es ist höchste Zeit für eine Debatte.

Zur Anmeldung geht es hier entlang.

2) Podiumsdiskussion „Welche Stadt wollen wir sein?“, Dienstag 5. Dezember, 19.30 bis 21 Uhr mit Pfarrer Rainer Maria Schießler, Michael Stenger, Prof. Dr. Elisabeth Merk, Christian Stupka, Karin Lohr, Matthias Lilienthal, Dr. Mazda Adli

Im Dickicht der Städte gedeihen Konflikte. Auch in München, der Stadt der „Liberalitas Bavariae“. Zwar glauben 66 Prozent der Münchner, dass Migranten das Leben hier bereichern, gleichzeitig aber befürchten mehr als die Hälfte dadurch eine „Gefahr für die hier geltenden Werte“.

Gentrifizierung, Wohnraummangel und ins Absurde steigende Mieten, schwindende Freiräume für Kultur und spaltende Glaubensfragen schaffen eine polarisierende Stimmung, die auch durch die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich angeheizt wird: Jeder fünfte Münchner ist arm oder von Armut bedroht. Gleichzeitig steigt die Zahl der Reichen und Superreichen. Zeit für eine Debatte.

Eintritt ist auch hier frei, eine Anmeldung ist jedoch hier erwünscht.

 

3) Podiumsdiskussion „Die Macht der Daten“ Donerstag 7. Dezember, um 19.30 Uhr mit Yvonne Hofstetter und Prof. Dr. Klaus Mainzer 

„Daten sind das neue Öl“, titelte eine deutsche Tageszeitung, als Googles Börsenwert 2014 erstmals den der Ölfirma ExxonMobil übertraf. Dass sich aus Daten Geld machen lässt, ist ein alter Hut. Jede Google-Anfrage, jeder Like, jeder Einkauf mit Karte wird gespeichert. Die Daten-Gier reicht bis zur Wahlurne. Social Bots sammeln Informationen und kommunizieren in sozialen Netzwerken wie richtige Nutzer. Mit Hilfe von Big-Data-Algorithmen finden sie das richtige Publikum für ihre Botschaften.

Das bedeutet: Maschinen manipulieren Trends, Meinungen und Wahlen. Wenn Algorithmen, die von wenigen kontrolliert werden, so die Selbstbestimmung einschränken, verdrängen Maschinen den Menschen vom Prozess der politischen Willensbildung. Hat künftig derjenige die Deutungshoheit über politische Prozesse, der die stärkste Bot-Armee hinter sich vereint?

Auch für diese Veranstaltung ist eine Reservierung unter www.weltsalon.de/reservierung nötig, der Eintritt ist frei.

Wir sind dabei! Du auch?

 

Beitragsbild: Bernd Wackerbauer



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