Zu teuer, zu belastend für die Umwelt und zu risikoreich – Argumente gegen die Olympischen Spiele 2018 findet man viele. nolympia.de ist mit den „18 Gründen gegen Olympia“ zur viel zitierten Website der Olympia-Gegner geworden. Die Kritiker bezweifeln beispielweise dass bis 2018 die entsprechenden Bahnstrecken ausgebaut werden können. Der Pressesprecher der Grünen-Stadtratsfraktion, Markus Viellvoye, nimmt Stellung.
5. Grund gegen Olympia: Aufgrund des kurzen zeitlichen Vorlaufs kann mit einer Realisierung von wirksamen Ausbaumaßnahmen der Bahnstrecken zu den Austragungsorten vor den Spielen 2018 nicht gerechnet werden. (Quelle: nolympia.de)
Unsere Frage: Ist die Optimierung der Bahnstrecke nach Garmisch bis 2018 realisierbar?
Markus Viellvoye: Selbstverständlich ist das möglich, dies ist doch nur eine Frage des politischen Willens – und gerade an dieser Stelle könnten Olympische Spiele eine schon seit langem beklagte Blockade lösen. Die ausgebaute Bahnstrecke würde die Fahrtzeit deutlich verkürzen und könnte bei Bedarf auch nach den Spielen häufiger verkehren. Sie wäre eine attraktive Alternative zur Autobahn und somit eine ökologischer Gewinn.
Foto: Michael Schulze von Glaßer (www.jugendfotos.de)
Alles muss schneller werden… Allerdings steigt mit der Geschwindigkeit auch (überproportional) der Verbrauch an Energie und Landschaft, und die Gefahr von schweren Unfällen wird größer.
Warum bitte sollen die Leute nicht auf der Eisenbahnstrecke nach Garmisch fahren können, die schon existiert?
Meine private Meinung ist, dass solche Massenveranstaltungen weder der Landschaft noch sonst jemandem auf Dauer guttun.