Der Laimer Unverpackt-Laden als Genossenschaft

Nebenan & Unverpackt wird er heißen, der geplante verpackungsfreie Laden in Laim. Initiiert wurde die Idee von Sabina Pötzsche. Über die Nachbarschaftsplattform nebenan.de sowie mithilfe von Flyern kam es von der Suche nach einem Laden ohne Verpackung zum Wunsch der Eigeninitative.

unverpackt laden laim

Es soll ein Gemeinschaftsort werden, wodurch der Laden zum Genossenschaftsladen wird. Bisher gibt es 120 engagierte Unterstützer*innen. Doch damit die Öffnung am 1. Juni 2020 stattfinden kann, müssen es ihnen noch mindestens 500 gleichtun.

Wir von Grün & Gloria sind begeistert von der Idee. Weshalb wir Sabina Pötzsch gleich ein paar Fragen zum Projekt gestellt haben.

5 MAL NEBENAN & UNVERPACKT

1. Worum geht es bei eurem Projekt?

Es geht uns darum, Plastikmüll und anderen Verpackungsmüll zu vermeiden. Außerdem um nachbarschaftlichen Zusammenhalt und Empowerment, um beispielhafte Pionierarbeit, um die Befreiung aus lähmenden Konsuminfrastrukturen und um Aufklärung und Klimaschutz

2. Warum tut ihr das?

Weil wir unsere Umwelt schützen und erhalten wollen, weil wir ein Bewusstsein für den Umweltschutzgedanken in der Nachbarschaft/Bevölkerung schaffen wollen

3. Wie lang war der Weg von der Idee bis zur Umsetzung?

Vom ersten Post bis zur Initiative von 120 Nachbarn und einem Artikel über uns in der SZ dauerte es knappe 4 Wochen. Bis zur Gründung der Genossenschaft 8 Wochen. Wenn alles klappt eröffnen wir zum 1.6.2020

4. Woran könnte es jetzt noch scheitern?

Wir brauchen noch weitere Mitglieder. Wir brauchen noch Mutige und Entschlossene, die Verantwortung für den Zeitraum der Privathaftung bis zur Eintragung der Genossenschaft beim Registergericht übernehmen und müssen die Ausgaben in diesem Zeitraum überschaubar halten. Und an bürokratischen Hindernissen, die die Genossenschaftseintragung zeitlich verzögern könnten.

5. Wie kann man mitmachen?

Jeder kann einen oder mehrere Genossenschaftsanteile zeichnen und das Projekt finanziell unterstützen. Jede GenossIn sichert sich dadurch Vorteile wie Prozente, Gutscheine oder die Teilnahme an Genossenschaftsfesten. In erster Linie kann jede UnterstützerIn etwas für den Umweltschutz tun und sich initiativ und wirksam fühlen. GenossenschaftsanwärterInnen bzw. – Mitglieder können ihre Fähigkeiten aktiv einbringen und mitgestalten. Etwa ab Mitte Januar wird es eine Website geben, auf der man die Satzung einsehen, eine Beitrittserklärung an uns schicken und die gewünschte Anzahl der Anteile zeichnen kann. 

5 MAL MÜNCHEN

1. München in drei Worten.

Wohlstand, Wachstum, Tradition

2. Wo ist in München für Dich die Welt immer in Ordnung?

In der Baumschule an der Willibaldstraße.

3. Wochenends: Dein Ausflugstipp im Münchner Umland?

Das Würmufer bei Gräfelfing.

4. Dein vielleicht skurrilster Lieblingsplatz in der Stadt?

Meine Praxis in der Lechfeldstraße. 

5. Kultur-Tipp: Was sollte man sich in München zurzeit anschauen?

Botanischer Garten, immer wieder neu und schön.

5 MAL DU, SABINA PÖTZSCH

1. Wie bist du in München am liebsten unterwegs?

Mit dem Rad.

2. Welches Buch sollten alle lesen?

Den Herrn der Ringe.

3. Welchen Internetlink empfiehlst du?

Utopia und Smarticular

4. Der beste Song zum Weltverbessern?

Freunde der Realität und andere Lieder von meinem Lieblingskünstler Funny Van Dannen

5. Beichte: Welcher Klimasünde verfällst du?

Technik von Apple.

Unser Fazit:

Verpackungsfreie Märkte kann es nie genug geben und dann auch noch einen als Genossenschaft. Das hört sich defintiv so an, als ob wir gerne aufs Rad steigen und ab Sommer in Laim einkaufen.


Titelbild: Photo by Anna Oliinyk on Unsplash

Beitragsbild: Photo by Annie Spratt on Unsplash

Foto: privat

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