Flotte Küche: Glückliche Röllchen

Wie sie nun genau heißen – vietnamesische Sommerrollen oder thailändische Glücksrollen – ist egal, denn ganz hervorragend schmecken sie so oder so. Auch ohne großartige Kochkünste kann jeder die leckeren Röllchen zubereiten. Lediglich etwas Zeit ist nötig, um die Zutaten zu schnippeln. Am besten Freunde einladen, dann macht das und auch das anschließende Essen doppelt Spaß.

Ein schneller Besuch im Asiamarkt empfiehlt sich, dort gibt es nämlich Glasnudeln, Reispapier, Kokosmilch, Sojasauce und die nötigen Gewürze (gemahlener Ingwer, Chilipulver, eventuell Chinagewürzmischung). Dann noch frisches Gemüse und Räuchertofu im Biomarkt des Vertrauens einkaufen und loslegen.

Zunächst das Gemüse waschen, putzen und in schmale, ca. 5cm lange Stifte schneiden. Für zwei Personen benötige ich eine kleine rote Paprika, eine große Karotte, eine Avocado, ein Bund Frühlingszwiebeln und eine Minigurke. Auf die Avocado und die Zwiebelchen würde ich nicht verzichten, ansonsten kann man bei den Gemüsesorten auch variieren. Tomaten gehen noch gut, Zucchini oder auch Kohlrabi. Ausprobieren, was schmeckt und verfügbar ist.

Jetzt kann das Dressing vorbereitet werden: Ich nehme dazu eine kleine Dose Kokosmilch, rühre die Milch cremig, würze mit Ingwer- und Chilipulver (es soll pikant-scharf sein, nicht zu scharf) und ein, zwei TL Agavendicksaft (Etwas Zucker tut es alternativ auch.) und gebe Sojasauce hinzu. Da das pi mal Daumen passiert, kann ich keine Mengenangaben machen. Mit doppelt so viel Kokosmilch wie Sojasauce fährt man ganz gut. Hier einfach vorsichtig zusammenmischen und lieber erst weniger Sojasauce hinzugeben und dann nachwürzen.

Danach den Räuchertofu in Streifen schnippeln und mit Sesamöl und Chinagewürzmischung anbraten, bis er schön braun und knusprig ist. Man kann sicher stattdessen auch einfach ein wenig Chilipulver verwenden. Gleichzeitig ein bis zwei Bündel Glasnudeln (nicht die ganze Packung! Es reicht wirklich eine gute Handvoll Nudeln.) in kochendes Wasser geben und zwei bis drei Minuten abkochen, anschließend mit kaltem Wasser abschrecken, damit die Nudeln nicht kleben.

Fast fertig, fehlt nur noch ein großes flaches Gefäß mit warmem Wasser, in dem das Reispapier einweichen kann. Immer nur ein Blatt einlegen, sonst klebt es aneinander! Wenn es weich und schlabberig ist, vorsichtig herausnehmen, zum Abtropfen leicht schütteln und auf einem großen Teller ablegen. Mit Gladnudeln, Gemüsestiften und Tofu belegen, etwa zwei Esslöffel Dressing über das Gemüse träufeln, oben und unten einschlagen und vorsichtig einrollen.

Guten Appetit!

Die beschriebene Variante ist ganz ohne tierische Produkte und dementsprechend veganertauglich. Die Fleischfresser können statt Tofu auch ein wenig Geflügel anbraten oder Shrimps verwenden. Statt des Kokosdressings schmeckt es auch gut, vor dem Einrollen mit Salz und Pfeffer zu würzen und mit Sesamöl und Reisessig zu beträufeln. Unzählige Möglichkeiten also… Und die Reste ergeben zusammengemischt einen feinen Asiasalat für den nächsten Tag.

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