Grün kochen in der Biostadt

Sechs Jahre „Bio für Kinder“ – eine Bilanz


Foto: Katrin Moritz

Es duftet nach frischen Kräutern und Wintergemüse. Wir sind eingeladen, den Schülern der Rudolf Steiner Schule beim Zubereiten eines Bio-Menüs über die Schulter zu schauen. Offensichtlich sind sie neugierig und mit Vergnügen dabei. Frau C.Petrone, Köchin und Geschäftsführerin des prämierten Cateringunternehmens Il Cielo in München, leitet die Schüler an und zeigt ihnen, dass Kochen mit Bio-Lebensmitteln große Freude bereiten kann.


Foto: Katrin Moritz

Im Jahr 2006 startete das Pilotprojekt mit dem Ziel, Münchens Schulen und Kitas bei der Umstellung auf Bio-Kost zu unterstützen.

“Insgesamt kamen seither in 32 Kinderbetreuungseinrichtungen rund 648.000 Bio-Mahlzeiten auf den Tisch“,

erläutert Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt in München. Ein Bio-Hauptgericht kostet nur 30 Cent mehr als eine Mahlzeit ohne Biosiegel. Die Kosten sind damit weit aus günstiger als erwartet. Bio-Kost meint natürlich auch die Anpassung der Speisepläne auf regionale und saisonale Lebensmittel und die Reduzierung des Fleischkonsums.
Das kommt gut bei den schulischen Einrichtungen an. Alle Schulen und Kitas möchten auch nach Ende der finanziellen Förderung Bio-Kost auftischen.


Foto: Katrin Moritz

Damit die Umstellung auf Bio-Kost weiter realisiert werden kann, darf auch politische Unterstützung nicht fehlen. So verabschiedete der Stadtradt unserer Biostadt München zum Beispiel im letzten Herbst einen Beschluss, wonach der Einsatz von Bio-Lebensmitteln in städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen verdoppelt werden soll. Die Umstellung soll zu Beginn des nächsten Schuljahres (2013/14) erfolgen.

Lorenz fügt außerdem hinzu:

„Die ökologische Lebensmittelherstellung ist ressourcen- und umweltschonend und setzt noch dazu auf eine artgerechte Tierhaltung. Gründe, die für mich, als Umwelt- und Gesundheitsreferent, neben einer gesunden Ernährung unserer Kinder absolut entscheidend sind!“

Übrigens: Ein professionelles Mentorenteam steht jeder Kindereinrichtung, die auf Bio-Kost umstellen möchte, mit Rat und Tat zur Seite! Einen Teil der entstehenden Coaching-Kosten übernimmt „Bio für Kinder“.


Foto: Katrin Moritz

Am Ende der Veranstaltung lassen sich alle Teilnehmer das Bio-Menü schmecken. Sobald der letzte Teller leer geputzt ist, fängt auch schon ein Austausch über Ernährung und Rezept-Ideen an.
Damit aber nicht genug: Als Abschiedsgeschenk darf jeder noch ein Glas selbstgemachte Kürbis-Orangenmarmelade mit auf den Heimweg nehmen.

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