Weihnachtsnews: Mit PlanetPaket Geschenkpapier Müllberge vermeiden

 

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Der Einzelhandel in Deutschland verzeichnet für Weihnachtsgeschenke Einnahmen von etwa 85 Mrd. Euro jährlich. Da kann man sich vorstellen, wie die Mülleimer nach Weihnachten in den Haushalten vor Geschenkpapier überquellen müssen. Laut der Mitteldeutschen Zeitung, verwendet wohl jeder von uns 100 Gramm Geschenkpapier zu Weihnachten (wahrscheinlich eher mehr). Auf ganz Deutschland gerechnet ergibt das in etwa 8.000 Tonnen vor Weihnachten. Stellt euch hier eine Fläche von über 7000 Fußballfeldern nebeneinander vor, dann ist klar in welchen Dimensionen wir hier denken müssen. Und dabei kann es jedoch nur teilweise recycelt werden. Die beiden Gründer von PlanetPaket Sarah und Tony haben dieses Problem auch erkannt und sich deshalb kurzerhand dazu entschlossen, dagegen vorzugehen – und zwar mit ökologischem, fairem Geschenkpapier.

Sinnhaftigkeit mit Spaß vereinen – das ist das gemeinsame Ziel der beiden. Ihr nachhaltiges Konzept ist von A-Z durchgeplant: „Das heißt, dass von der Wahl der Bank über die Beschaffenheit der Versandutensilien bis hin zur Zusammenarbeit mit unseren Partnern bei allem ausnahmslos höchster Wert auf ethisch vertretbare, nachhaltige und soziale Kriterien gelegt wird“, erklären die beiden. Dazu gehört auch der Druckprozess, der in Zusammenarbeit mit der Druckerei Gugler in Melk in Österreich geschieht, die das Cradle2Cradle-Druckprinzip verwenden. Das bedeutet: Schädliche Substanzen werden gar nicht erst eingesetzt; es werden lediglich Substanzen verwendet, die wieder in den ökologischen Kreislauf zurückgeführt werden können. Das benutzte PlanetPaket-Geschenkpapier könnte also problemlos im Ofen verbrannt und dann im Garten als Dünger verwendet oder auch einfach wiederverwendet werden.
Noch ein Plus: Pro verkauften Geschenkpapier-Bogen gehen 10 Cent an einen sozialen Zweck.

Alles rund um das grüne Geschenkpapier, Sahra`s Lieblings-Weltverbesserer-Song und über das Cradle2Cradle-Druckprinzip, erfahrt ihr hier.


4 MAL PLANET PAKET

1. Woher kommt der Name eures Projekts PlanetPaket?

Die Namensfindung war soooo schwierig. Wir hatten zeitweise Namen wie „Kein-saurer-Regen-Bögen“ und „Wrapeco“. Hier haben wir wirklich stundenlang überlegt und diskutiert und konnten uns trotzdem ewig nicht entscheiden. PlanetPaket wurde es dann letztendlich, weil das Wort so einen schönen Sprechrhythmus hat und bezeichnet, dass die damit verpackten Pakete und Geschenke auch für unseren Planeten eine gute Wahl sind.

2. Wie seid ihr auf das Projekt gekommen?
Die Müllberge an Weihnachten haben mich in den letzten Jahren zunehmend gestört. Ich habe die letzten zwei Jahre über zwei Weiterbildungen zum Thema Gründertum und Social Start-Ups gemacht, ich wollte also schon seit einiger Zeit etwas Eigenes starten – im Rahmen des zweiten Programms an der Social Entrepreneurship Akademie hier in München habe ich den Tony kennengelernt. Er kommt aus der Buchbranche und bringt die nötige Affinität zu Papierprodukten mit, außerdem ist er Marketingspezialist. Ich hatte schon eine Weile an der Idee von nachhaltigem Geschenkpapier gearbeitet, als wir uns zusammensetzten und der Tony war von PlanetPaket sofort begeistert.

3. Das Ziel von PlanetPaket?
Die Auflage war von vornherein, dass das Papier so umweltverträglich wie möglich sein soll und dass wir ab Tag 1 ein soziales Projekt unterstützen. Ich hatte viel recherchiert und wurde dann auf die Druckerei Gugler in Melk in Österreich aufmerksam, die das Cradle2Cradle-Druckprinzip pioniert hat. Das bedeutet, dass hier ausschließlich mit Substanzen gearbeitet wird, die wieder dem biologischen Kreislauf zugeführt werden können, sodass erst gar kein Abfall entsteht und die Produkte so für den Recyclingprozess optimiert sind.

Ein weiterer Name, den wir eine Zeit lang im Auge hatten, war „Nevertheless“. Der gefiel uns, weil er rüberbringt, dass man nicht zwangsläufig immer auf alles verzichten muss, wenn einem Nachhaltigkeit, Fairness und Umweltverträglichkeit am Herzen liegen. Man kann die schönen Dinge des Lebens ganz genauso genießen – in diesem Fall weiterhin Geschenke toll verpacken – aber dies ist auch auf eine bewusstere Art und Weise möglich, indem man sich überlegt, wie man große Verschwendungen vermeiden kann und was mit dem gebrauchten Papier dann jeweils passiert. Unser Ziel ist es, unseren Kunden ökologisches und fairträgliches Geschenkpapier mit hohem sozialen Anspruch zu bieten, das aber gleichzeitig bunt und fröhlich und laut ist und Spaß macht! Unser Papier soll sich auf dem deutschen Markt als DAS ökologische Geschenkpapier etablieren – ganz langfristig ist das unser Ziel!

4. Wie kann man euch unterstützen?
Jede Bestellung zählt! Gerade jetzt in der Anfangsphase hängt alles davon ab, ob und wie die Kunden auf unser Produkt und Konzept reagieren. Ansonsten: Spread the word! Mundpropaganda und Empfehlungen helfen uns natürlich unglaublich viel. Ansonsten sind wir auch für jegliche Kooperationsanfragen und Partnerschaften offen, denn das Produkt ist mit vielen Themen kompatibel. Gold wert ist jetzt am Anfang natürlich auch jede Form von Kommunikation, so wie hier zum Beispiel – also an dieser Stelle Tausend Dank an euch, liebes Grün & Gloria-Team!


5 MAL MÜNCHEN UND DU

1. München in drei Worten.
Butterbrezn, Isarflimmern, Heimat

2. Wo ist in München für Dich die Welt immer in Ordnung?
In der Favoritbar.

3. Welchen Internetlink empfiehlst du?

https://www.youtube.com/watch?v=6cCn4eV-yFQ

– das ist der Link zum Video von unserer österreichischen Druckerei Gugler, das den Gedanken hinter dem Cradle to Cradle-Druckprinzip richtig cool erklärt.

4. Der beste Song zum Weltverbessern?
Easy! „Love is“ von Adam Cohen – das schönste Lied der Welt! Das ist übrigens der weniger bekannte Sohn vom letzte Woche verstorbenen Leonhard Cohen.

5. Beichte: Welcher Klimasünde verfällst du?
Reisen! Ich fliege gern in ferne Länder. Um das wieder auszugleichen, habe ich mich im Februar entschieden, kein Fleisch mehr zu essen – das hat ja bekanntlich eine extrem hohe negative Klimabilanz.

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