9 praktische Apps für einen grüneren Lebenswandel

Wie viel Uhr ist es? Schnell das Handy gecheckt. Hast du am Samstag Zeit für einen Kaffee? Erstmal auf den Handy-Kalender geguckt und zur gleichen Zeit nach der Wetter-App gelugt, für den besseren Überblick. In der heutigen Zeit stellen die kleinen Taschen-Computer unsere ständigen Begleiter dar und wir nutzen sie in jeder Lebenslage.

Das hat nicht immer die besten Auswirkungen, allerdings auch nicht immer die schlechtesten. Apps erleichtern unser Leben auf ganz unterschiedliche Art und Weise, machmal kann man mit ihrer Hilfe auch auf einen grünen Lebenswandel hinarbeiten. Die Redaktion hat ihre Lieblinge zusammengestellt:

1. To Good 2 go hilft Lebensmittel zu retten

togoodtogo

Hier werden Lokale, Geschäfte und Bistros in der Nähe aufgezeigt, die Lebensmittel übrig haben. Für einen kleinen Preis bekommt man vor allem Backwaren, Käse, reifgewordenes Obst, Kuchenstücke oder ganze Mahlzeiten. Die App gibt’s hier und ist kostenlos.

2. Buycott schafft Durchblick bei Mega-Konzernen

Die App Buycott entschlüsselt Konzern-Verflechtungen, die in einer globalisierten Welt ständig wachsen. Die KonsumentInnen verlieren oft den Überblick, welcher Mega-Konzern über welche kleineren Firmen verfügt, die App macht das sichtbar. Allerdings ist es eine auf US-Basis konzipierte App, nicht jede europäische Marke wird erkannt, kann aber von den Nutzern eingepflegt werden. Je mehr mitmachen, desto besser wird die App. Die kostenlose App gibt’s  hier.

3. Happy Cow findet das nächstgelegene vegane Restaurant

Mithilfe dieser App können vegane oder vegetarische Lokale und Bistros in der Nähe entdeckt werden. Dem Hunger keine Chance mehr! Allerdings variiert die Anzahl der Treffer je nach Land sehr stark. Die App gibts im App Store von Apple für 4,49 Euro.

4. NABU Siegel-Check

Die App des NABU (Naturschutzbund Deutschland) möchte das Wirrwarr der Label-Bedeutungen entschlüsseln. Die neugierigen KäuferInnen können ein beliebiges Label abfotografieren und die App verrät, welche Bedeutung sich hinter dem Logo versteckt und wie sinnvoll ein Kauf hier erscheint. Zusätzlich gibt es auch eine integrierte Liste mit Labels, die sich offline durchstöbern lässt. (Eine Liste aller Bio-Lebensmittel-Logos haben wir hier aufgeschrieben und die App gibt es gratis für IOS und Android)

5. Codecheck für Lebensmittel und Kosmetik

Codecheck

Ein bewusster Kauf von Lebensmitteln und Kosmetik ist meist doch nicht allzu leicht, denn oft kann man sich nie wirklich sein, welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Die App Codecheck bietet umfassende und detaillierte Produktinformationen, sodass man mögliche enthaltene Parabene, Silikone, Palmöl oder Mikroplastik früh entdeckt.

Ein weiterer Vorteil: die App lässt sich individuellen Bedürfnissen anpassen, sodass auch glutenintolerante Menschen glücklich werden. Es gibt sie gratis für Android und IOS.

6. ToxFox für Kosmetik und Spielzeug

Die App ToxFox funktioniert ähnlich wie Codecheck und wurde vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. entwickelt. Die kostenlose App scannt über 80.000 Körperpflegeprodukte, erkennt hormonell-wirksame Schadstoffe und erweitert die Datenbank beständig. Die App für Android und IOS gibt’s hier.

7. Benzin sparen mit GreenMeter

Schonmal gefragt, wie sich dein Fahrstil auf den Benzinverbrauch auswirkt? Die App GreenMeter berechnet genau das, bewertet Fehlverhalten und trägt somit zu verminderten Benzinkosten bei. Für 5,95 Euro kann man sich die App für IOS und Android auf das Handy laden.

8. Saisonal einkaufen mit Erntefrisch

Saisonkalender

Erdbeeren im Winter und Kürbisse im Frühling. Inzwischen ist es zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Obst und Gemüse das ganze Jahr über zur Verfügung stehen. Oft wird dabei ausgeblendet, dass das nicht ohne lange Transportwege und eine Dauerbelastung der Felder zu gewährleisten ist.

Die App der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung präsentiert einen Saisonkalender, sodass man sich bewusst mit den aktuellen Lebensmitteln auseinander setzen kann. Die App gibt es kostenlos für Android.

9. Gegen die Überfischung mit dem WWF-Fischratgeber

Überfischung ist ein großes Problem. 85 Prozen der Fischbestände sind bedroht oder gelten als gefährdet. Alleine 40 Prozent der Tiere wie Haie, Meeresschildkröten, Delfine und Wale verenden als Beifang in den Netzten.

Die App „WWF-Fischratgeber“ macht es sich zur Aufgabe dem entgegenzuwirken. Aus einer Datenbank von mehreren hundert Fischbeständen und Zuchten, deklarieren sie die Fische in „Gute Wahl“, „Zweite Wahl“ oder „Lieber nicht“. Die kostenlose App gibt’s hier bei Apple Store zum Download, aber auch im Play Store.

Fazit

Die neuesten Apps und Angebote vereinfachen das Leben ungemein, verkomplizieren es aber im selben Moment erneut. Das Paradoxon der Modernisierung. Deshalb: bitte nicht einschüchtern lassen von der Flut an Informationen über den besten Lebensstil. Es ist vollkommen in Ordnung erst einmal klein anzufangen, zum Beispiel mit der konkreten Auseinandersetzung mit Kosmetik. Viel Spaß beim Informieren!


Photo-Credits: Photo by ROBIN WORRALL on Unsplash

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