Blumen, ja Bitte! – Nachhaltige Vorschläge für deine Blumenwahl

Schnittblumen

Veronika der Lenz ist da… diese Jahr beehrt uns der Frühling mit besonders warmen Wetter und man bekommt sofort Lust auf Blumen in allen Variationen. Ob Schnittblumen zum Muttertag oder einfach so, die bunte Blütenpracht hebt die Stimmung nochmal aufs Neue. Das Problem ist leider, dass die meisten Schnittblumen einen extrem großen CO2-Fußabdruck, aufgrund ewiger Reisewege hinterlassen – Blumen aus Afrika muss ja wirklich nicht sein.

Nur bis zu 20 Prozent aller hier erhältlichen Schnittblumen stammen aus Deutschland. Auch bei Blumen aus Deutschland ist Vorsicht geboten, denn Kunstlichtgewächshäuser mit Heizstrahlern und imensem Wasserverbrauch sind da nur unmerklich besser. Damit du diesen Drahtseilakt der Blumenwahl sicher meisterst und dir die Freude an deinen Blumen nicht vergeht, haben wir dir hier zusammengestellt, was du beachten solltest.

Schnittblumen verschenken oder einfach sich selbst eine Freude machen

Natürlich ist es viel besser Blumen selbst zu pflazen, man hat erstens länger was davon und  zweitens ist es auch nachaltiger. Aber zu gewissen Anlässen oder in der Wohnung macht so ein Strauß Blumen einfach mehr her.

Da blüht uns was …

Tipp 1: Darauf achten wann was blüht.

Wann Rose & Co. Blütezeit haben kann man so schon fast nicht mehr sagen, denn sie sind ja das ganze Jahr über erhlältlich. Die Initiative des Verbraucherverbandes öko-fair hat eine Übersicht zusammengestellt, wann welche Blumen blühen. Das vereinfacht die Auswahl ungemein und gibt zusätzlich Anregung, welche Blumen in Frage kommen.

Tipp 2: Einfach mit dem Rad rausfahren und Wiesenblumen pflücken oder Blumenpflückfelder nutzen

Wiesenblumen wie Mageriten, Rote Lichtnelken oder Hahnenfuß sind auf den meisten naturbelassenen Feldern im Sommer zu finden. Vom Regen gegossen und von der Sonne großgezogen – mehr Nachhaltigkeit geht wohl nicht, auch wenn naturbelassenen Felder gar nicht mehr so einfach zu finden sind.

Wer mehr auf Tulpen oder großere Blüten steht, kann sich natürlich auch der zahlreichen Blumenpflückfelder bedienen. Oftmals an Landstraßen angesiedelt, findet man Felder mit angepflanzten Blumen zum selbst-schneiden. Die Kasse vorort ermöglicht es einem auch einen Blumenstrauß außerhalb der Ladenöffnungszeiten zu ergattern. Leider hier größtenteils auch wieder das Pestizid-Problem.

Tipp 3: Wochenmärkte und Öko-Gärtnereien

Auf den meisten Wochenmarktständen sind die Blumen tatsächlich aus biologischen Gärtnereien oder Selbstanbau. Der Vorteil hierbei ist der weitestgehende Verzicht auf Pestizide und lange Transportwege. Bei Gärtnereien, Blumenhändlern und Floristen kann man sich auch direkt erkundigen und somit das Bewusstsein für regionale und ökologische Blumenzucht steigern. Damit man jedoch keine Fahrt umsonst macht, gibt es von Bioland eine Karte mit zertifizierten Bio-Gärtnereien. Auch auf der Seite Bio Zierpflanzen sind ausschließlich ökologische Bezugsquellen angegeben.

Tipp 4: Bei Ausnahmen wenigstens Fair-Trade

Solle es sich nicht umgehen lassen auch im Winter mal Rosen zu kaufen, zum Beispiel wenn die Ehefrau von der Geliebten erfährt, dann wenigstens von Fair-Trade Händlern mit fairen Arbeitsbedingungen. Du kennst du keine? Dann schau mal hier.
Die Beste Alternative stellen jedoch immer noch die Topfpflanzen dar, hier gelten natürlich die gleichen Regeln wie für Schnittblumen. Auf dem Balkon oder in der Wohnung kann man sich daran fast das ganze Jahr erfreuen.
Photo © Lucija Ros on Unsplash

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